Neues

23. April 2016
Bereits letztes Jahr sind bei uns eine gebänderte Kobra und zwei mexikanische Schauerklapperschlangen eingezogen. Die Tiere stammen aus dem Tierpark Brüggen und sind allesamt deutsche Nachzuchten.
11. Oktober 2015
Zum Thema "Reptilienhaltung" waren wir zu Gast im Studio von os1.TV im Medienhaus Fromm in Osnabrück. Die Sendung beleuchtet das Pro und Contra der Reptilienhaltung.
12. August 2015
RTLregional zeigte sich an Reptilienpädagogik sehr interessiert und besuchte uns deshalb bei unserer Ferienpassaktion in Bad Rothenfelde.
2. Juli 2015
Die seltene Schilderung eines Bissunfalls mit der ungleichzähnigen Natter Philodryas baroni
24. September 2012
Nachdem wir im November 2010 in Hilter eine größere Wohnimmobilie erworben hatten, stand für ein halbes Jahr tagein tagaus erst einmal der Umbau der "eigenen Kemenaten" an, bis wir im Juni 2011 zusätzlich damit begannen, die ersten Terrarien aus dem Keller und dem Wohnzimmer in der Stettiner Straße in Dissen umzusiedeln.

NEUES

2. Juli 2015

Bissunfall mit Philodryas baroni


Die seltene Schilderung eines Bissunfalls mit der ungleichzähnigen Natter Philodryas baroni

Es existieren so gut wie keine Erfahrungsberichte zu Bissen der argentinischen Langnasenstrauchnatter (Philodryas baroni).

Der hier beschriebene Unfall ereignete sich beim Füttern unseres großen Zuchtweibchens (ca. 200 cm Länge!) im April 2009. Während das Tier bereits eine Maus schluckte, sollte noch der Trinkwassernapf gereinigt werden. Diese Handbewegung im Terrarium quittierte das Tier, das die besagte Futtermaus wohl mehr oder weniger "inhaliert" haben musste, mit zwei kurz aufeinander folgenden Bissen in den Ringfinger der rechten Hand, ließ aber danach sofort von weiteren Attacken ab. Es erfolgte keine anschließende Konstriktion der "Beute", wie man sie sonst bei der Futteraufnahme dieser Schlangen beobachtet und erwartet hätte.

Ein besonders prekärer Umstand in dieser Situation war die bestehende Schwangerschaft (19. SSW) der Gebissenen. Nach sofortiger Benachrichtigung der Giftnotrufzentrale in Göttingen begab sie sich deshalb in klinische Betreuung im örtlichen Krankenhaus. Dort wurden in paralleler Absprache der Klinikärzte mit der GNZ Göttingen Blutdruckwerte überwacht, ein großes Blutbild und Gerinnungsfaktoren genommen sowie der Impfstatus abgefragt.

Etwa 5 Minuten nach dem Biss hatte sich im gebissenen Finger und in weiterer Ausdehnung in der Hand bis zur Schulter ein Taubheitsgefühl eingestellt. Dieses hielt für etwa 24 Stunden an. Ebenso waren lokale Schmerzen im Finger festzustellen, die am zweiten Tag komplett nachgelassen hatten.

Die Behandlung im Krankenhaus war am Folgetag bereits abgeschlossen. Die Nacht hatte die Gebissene in Absprache mit dem Chefarzt der gynäkologischen Abteilung (der - nebenbei bemerkt - fünf Jahre im afrikanischen Busch gearbeitet hat) zuhause verbracht.

Der durchweg positive Verlauf dieses Bissunfalls mag durch die vermehrte Durchblutung aufgrund der bestehenden Schwangerschaft sowie die relativ große Bisswunde und ein in Folge besseres Ausbluten begünstigt gewesen sein.

In jedem Fall zeigt er auf, dass es sich bei Philodryas baroni um agile Tiere handelt, die blitzschnell und (ausdrücklich: entgegen ihrem sonstigen Naturell!) bei der Fütterung auch mit Zubeißen reagieren.